Posts Tagged ‘Tuning’

Sicherheit beim Tuning

© Uwe Annas - Fotolia.com

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Viele Autobesitzer wollen ihr Gefährt tieferlegen, aufpolieren oder schneller machen. Die Möglichkeiten des Tuning sind heutzutage scheinbar unbegrenzt: Flügeltüren oder ein röhrender Auspuff, aufgepimpte Motoren, Asphalt direkt unter dem Sitz, pompöse Spoiler – alles kein Problem. Genau wie Leichtmetallfelgen, Sonderlenkräder oder neue Front- und Heckschürzen, Seitenschweller, Spoiler oder Spoilerlippen. Doch wie ist das eigentlich mit der Sicherheit im Straßengefährt und den deutschen Gesetzen – gehen die wirklich Hand in Hand mit dem Tuning?

Sobald die Umbaumaßnahmen über die vom Hersteller vorgesehenen Extras hinausgehen, braucht es eine Erlaubnis von offizieller Stelle. Dazu gehören auch Änderungen wie der Anbau einer Anhängerkupplung oder die Anbringung einer neuen Kraftradverkleidung. Dabei müssen die Umbauten mit dem StVZO vereinbar sein, dem Gesetzbuch, das in Deutschland eben alle Belange rund um die Straße regelt. Wer einfach so am Fahrzeug rumschraubt, riskiert nicht nur die Gefährdung von sich selbst und anderen Verkehrsteilnehmern, sondern auch, die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug entzogen zu bekommen. Vor allem bei einer Änderung der Fahrzeugart, also etwa dem Ausbau eines Fahrzeugs zum Wohnmobil, oder Umbauten, die das Abgas- oder Geräuschverhalten des eigenen Fahrzeugs verändern, sind viele Gutachten und Unterlagen nötig.

Bei anstehenden Umbauten oder ersten Vorstellungen zum Wunsch-Tuning also besser direkt zum Fachmann. Denn der weiß auf dem Gebiet wirklich Bescheid und kann im Zweifelsfall nachschlagen – oder wissen sie spontan, was laut dem StVZO alles verboten ist? Noch dazu gibt es vom Autohersteller keine Garantie auf veränderte Teile. Haben sie also etwas verbockt und der Wagen gibt den Geist auf, kann das richtig teuer für sie werden. Mit einer verantwortungsbewussten und kompetenten Fachwerkstatt kann das jedoch nicht passieren. Auch wer selbst an seinem Traumwagen herum schrauben möchte, sollte vorher ein Gespräch mit einem Fachmann führen und im Zweifelsfall lieber einmal zu viel nachfragen.

Der VW Up! als Viertürer

© Steve Mann - Fotolia.com

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Der VW Up! ist noch gar nicht lange im Vertrieb und schon jetzt einer der Spitzenreiter bei den Neuzulassungen in Deutschland. Am Mai gibt es ihn nun auch als Viertürer.
Der zweitürige VW Up! wird etwas dynamischer mit seiner geschwungenen Fensterlinie als der viertürige Bruder mit seiner geraden Seitenscheibe. Die Vordertüren verkürzen sich um gut 20 Zentimeter im Vergleich zum Zweitürer und insgesamt bringt der Viertürer rund 17 Kilogramm mehr auf die Waage. Ansonsten sind die beiden identisch auf der technischen Ebene. Der Viertürer bringt den Vorteil, dass sowohl Familien besser ein- und aussteigen können, als das auch das transportieren von Gegenständen erleichtert wird. Das Verladen von großen Gegenständen macht sich einfach besser mit Hintertüren. Außerdem ist der VW Up! ein wahres Raumwunder, verfügt er doch über stattliche 251 Liter Kofferraumvolumen. Doch auch ohne Familie und große Gegenstände bringen die zusätzlichen Türen Vorteile. So kann man bequem mal eben den Rucksack oder die Sporttasche auf den Rücksitz werfen ohne danach ewig im Auto herumzukriechen. 
Zwei Erwachsene können ganz bequem Mitreisen auf den hinteren Sitzplätzen. Die Türen sin groß genug und ermöglichen einen guten Einstieg. Auch die Beinfreiheit ist okay. Lediglich negativ bewerten werden müssen die Fensterausschnitte hinten. Für Kurbelfenster war zu wenig Platz auf Grund des Radkastens, so kann es vor allem im Sommer etwas ungemütlich im Auto werden.
Der Up! hat die Bestnoten im EuroNCAP-Crashtest bekommen und verfügt für 590 Euro extra über ein City-Notbremssystem, das bei Geschwindigkeiten von unter 30 km/h automatisch aktiv ist. Bei diesem Paket sind dann auch gleich Tempomat und eine Einparkhilfe enthalten sowie eine Multifunktionsanzeige. Die zwei extra Türen schlagen mit 475 Euro zu Buche, sodass der VW Up! als Viertürer auf einen Basispreis von 10 325 Euro kommt.

 

Eine alte Corvette im neuen Glanz

Corvette © chicagophoto - Fotolia.com

Corvette © chicagophoto - Fotolia.com

Ein Traum vieler Autoliebhaber ist die Corvette. Das Auto der späten 50iger Jahre bietet jedoch heutzutage nicht mehr den Komfort noch die erforderliche Sicherheit im Vergleich zu modernen Autos. Das Tuner-Team von Pogea Racing macht dennoch den Traum von einer Corvette wahr, indem sie dem alten Modell das Herz einer aktuellen Corvette einpflanzen.

Das 59er-Cabrio bekommt von Pogea Racing eine moderne Technik verpasst mit einem leistungsstarken Motor. Für mehr Steifigkeit wurde die Rohr-Rahmen-Konstruktion stabilisiert. Dadurch kann dem Klassiker einer neues Gewindefahrwerk und neue Bremsen installiert werden. Der Motor wurde einer aktuellen Corvette entnommen, sodass der Oldie nun mit einem 6,2-Liter-V8 Motor durch die Gegend düst. Insgesamt 485 Pferde hat der Wagen nun unter der Haube und einen Drehmoment von 585 Newtonmeter.

Weiterhin verfügt der Wagen über ein manuelles Fünfganggetriebe, welches auf Wunsch auch in Automatik erhältlich ist. Von null auf hundert braucht das 1,1 Tonnen Fliegengewicht in 3,9 Sekunden. Eine Höchstleistung von insgesamt 288 km/h kann man aus der getunten Corvette herauskitzeln. Für maximale Sicherheit wurde eine Sportbremsanlage implantiert mit gelochten und innenbelüfteten Bremsscheiben.

Auch das Design kann sich sehen lassen. Die 4,5 Meter lange Corvette aus den 50igern ist im Innenraum mit rotem und weißem Leder verkleidet. Ein abgeflachtes Sportlenkrad macht den Fahrspaß perfekt. Auch sonst steht der getunte Klassiker in keinem einem aktuellen Wagen nach – er verfügt über eine Servolenkung, Navigationsgerät, Soundanlage und Klimaanlage.

Lediglich der Preis ist eine echte Wucht. Pogea Racing lässt sich für seine Operation mit 225 000 Euro entlohnen. Zum Vergleich: eine aktuelle Corvette kostet rund 72 000 Euro. Doch für einen echten Liebhaber wird wohl auch der Preis keine Hindernis sein um seinem Traum von einem echten Corvette-Cabrio näher zu kommen.

Der Audi A5 mit 1000 PS

Audi A5, Quelle: Michael248_flickr

Die Tuning-Experten von Eklund Racing haben sich dieses Mal den Audi A5 vorgenommen. Dank neuer Technik bringt es das Coupé nun auf unfassbare 1000 PS. Gerade die Modelle von Audi werden häufig für ihre Uniformität kritisiert. Sie sind beliebt, entsprechen aber lediglich dem Massengeschmack – nur Standard keine Extraklasse nörgeln die Kritiker der Marke. Aber selbst bei Liebhabern des Konzerns werden die standard-getunten Varianten des Audi A3 und des TT verschmäht. Sie seien nur billig aufgemotzt – wobei mehr auf ein protziges Äußeres, als auf Leistung Wert gelegt wird. Doch bei diesem A5 dürften nun wirklich alle Kritiker verstummen. Auf den ersten Blick sieht man dem Wagen seine Leistungsstärke nicht an. Dabei wurde dem Coupé ein spezieller Unterbau verpasst mit neuem Rahmen, Aufhängung und Rädern. Zweckmäßig wurde dabei alles dem einzigen Ziel untergeordnet: Schnelligkeit. Zudem wurden im Cockpit und Teile der Karosserie einzelne Elemente durch leichteres Material nachgebaut um Gewicht zu sparen. Der Dachausbau ist auch eine Klasse für sich. Elegant geformt passend zur Dynamik des Autos. Dennoch maskiert sich der Audi gekonnt. Das Innenleben bleibt von außen unsichtbar. Beim Motor handelt es sich um den 2,5 Liter Antrieb aus dem Audi RS3. Dort sind 340 PS die Spitze der Maschine. Für Extrapower sorgen hier bei der aufgemotzten Variante eine Lachgaseinspritzung von Holley. Dafür musste allerdings der komplette Innenraum weichen. Statt dem komfortablen Interieur und Luxusausstattung ist hier alles auf ein Minimum reduziert. Die Aufgabe war klar: möglichst schnell soll der Wagen sein. Für Komfort und Bequemlichkeit bleibt dabei nicht viel Platz. Letztlich darf die Maschine so nicht mehr in den Straßenverkehr, aber für Freunde der Marke sollte dieses getunte Modell dennoch ein absolutes Highlight darstellen und endlich auch die Kritiker überzeugen.