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Die Münchener Autotage 2012

München © mangomaxx - Fotolia.com

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Im Vorfeld wurde sie mit vielen Superlativen angekündigt: Größer, vielfältiger und rundweg besser als jemals sollten die Münchner Autotager 2012 werden. Vom 22. bis zum 26. Februar lief die Messe – in der Tat mit großem Erfolg.

26 Hersteller und 50 Händler waren vor Ort vertreten und brachten mehr als 170 verschiedene Modelle mit. Organisiert wurde die Messe von zwei Zeitungen der Regionen, der tz und dem Münchner Merkur. Alle namhaften Marken und wichtigen Auto-Nischen waren vertreten: Von Kleinstwagen über Kombis bis hin zu Luxus-Sportwagen. Und das tolle: Das Auto, das einem das Herz höher schlagen ließ, konnte nicht nur ausgiebig begutachtet werden, sondern durfte auch ausprobiert werden. Das war ausdrücklich erbeten und war erst einmal die Skepsis der Besucher abgebaut, trauten sich auch einige Besucher an oder besser noch in ihre Traumwagen. So mancher Besucher wird nach seinem Besuch wahrscheinlich besonders intensiv geträumt haben – und seinen neuen Traumwagen gefunden haben.

Auch im kommenden Jahr wird es natürlich wieder ordentlich rund gehen. Wer möchte, kann den Messebesuch natürlich auch mit einem Sightseeing in der bayrischen Landeshauptstadt verbinden. In München übernachten und am darauffolgenden Vormittag durch die Münchener Innenstadt zu bummeln, ist eine hervorragende Möglichkeit, seinen München-Aufenthalt ausklingen zu lassen. Denn die Metropole an der Isar gilt als eine der schönsten Großstädte Deutschlands. Noch dazu sind viele namhafte Autobauer vor Ort – vielleicht wäre es eine weitere Idee, sich zu einer Werksführung seiner Lieblingsmarke anzumelden?

Ob es auch im kommenden Jahr das Motto “Anfassen und Ausprobieren” geben wird, ist noch offen. Dass es aber auf jeden Fall ein Erlebniss wird, für Klein und Groß, für Auto-Fan und Skeptiker gleichermaßen, sollte klar sein. Eine Tageskarte im Vorverkauf kostet rund fünf Euro, vor Ort etwas mehr.

 

Jaguar: Tuning-Klassiker von Arden

Die Arden Automobilbau GmbH modifiziert seit ihrer Gründung im Jahr 1972 in Krefeld Fahrzeuge von Jaguar, Range Rover, Bentley und MINI. Angeboten werden Aerodynamik-Teile, Räder, Auspuff-Systeme, Fahrwerke und Elemente zur Innenraum-Veredelung und zur Leistungssteigerung. Auch weitere Modifikationen werden auf Kundenwunsch entwickelt. Im Oktober 2008 beschäftigte die Tuning-Schmiede unter dem Geschäftsführer Jochen Arden rund 20 Mitarbeiter.

Das erste voll umgebaute Fahrzeug von Arden wurde 1982 präsentiert: Dabei handelt es sich um einen modifizierten Jaguar XJ V12, der normalerweise wohl eher in eine teure Wohngegend gehört. Der Klassiker von Jaguar wurde nicht nur optisch, sondern auch leistungstechnisch aufgewertet. Er erhielt neue Räder, Federn und Dämpfer. Durch eine Hochleistungs-Auspuffanlage steigerte Jochen Arden die Leistung des Jaguars um rund 16 PS. Die optischen Veränderungen umfassten eine neue Front und Seiten-Schweller.

Ab Mitte der 80iger Jahre bot Arden verschiedene V12 Motoren für den Jaguar XJ an. Höchstleistungen erzielte dabei ein 6,3-Liter-Benziner mit beeindruckenden 455 PS. Ein neues 5-Gang-Schaltgetriebe beziehungsweise eine 4-Gang-ZF-Automatik ersetzten die veraltete GM-3-Gang-Automatik von Jaguar.

Auch das Innenleben des Jaguars wurde aufgewertet: Ardens Kunden konnten wählen zwischen Recro C oder CSE-Sitzen, exklusiven Holz-Ausstattungen, einem Dach aus Leder oder Picknick-Tischen. Sogar ein Kühlschrank konnte auf Kundenwunsch in den Jaguar eingebaut werden.

So manchen dürfte die Arden Automobilbau GmbH auch ein Begriff wegen ihrer Beteiligung am Motor-Sport sein: Seit 1993 ist das Tochter-Unternehmen der Krefelder namens “Arden Racing” an GT Europameisterschaften beteiligt. Dabei konnte der Rennstall auch einige Erfolge verbuchen: Die Fahrer E. Piro und J. Arden entschieden die Meisterschaft 1993 für sich, auch im folgenden Jahr wurden erste Plätze in Hockenheim, Zandvoort und Mugello geholt.