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Der schnellste Kastenwagen der Welt

Die Franzosen sind auf dem Weg einen Tempo-Rekord aufzustellen und das in dem amerikanischen Bonneville in Utah. Und dies versuchen sie mit einem Alten Renault 4, einer Fourgonette, die eigentlich F4 genannt wurde. Dies ist ein alter Kastenwagen, also ein ehemaliger kleiner Lieferwagen. Er wurde von 1961 bis 1992 gebaut und zählt demnach auch nicht unbedingt zu den aktuellsten Modellen von Renault.


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Dieser Kastenwagen soll nun den Siegerpokal in der Wertung für Turbos zwischen 1,0 und 1,5 Litern gewinnen und das eben in Bonneville. Er soll bis zu 280 km/h schnell fahren und so einen Rekord aufstellen. Seine Alu-Kühlermaske wurde abgedichtet und die hinteren Radhäuser werden während der Rekordfahrt voll verkleidet. Trotz dieser Veränderungen sieht er im Profil seinem Original immer noch sehr ähnlich. Das Original war der R4 mit großem Dachausbau und immensem Stauraum. Es ist also nicht vorstellbar, dass damit ein Geschwindigkeitsrekord von 280 km/h aufgestellt werden kann.

Der R4 wurde in soweit ausgebaut, als dass der 1,1 Liter Motor mit nur 34 PS durch einen 1,4 Liter Motor aus dem R5 Turbo ersetzt wurde. Das Getriebe wurde aus einem R25 GTX entnommen. Ebenso wurden auch seine Bremsen dem R25 GTX entnommen. Der neue Kastenwagen wiegt nur 30 Kilo mehr als seine ehemalige Neuauslieferung, also 720 Kilo.Es hat sechs Monate gedauert, bis der Überrollkäfig und die blecherne Sitzschale verbaut waren und der feuerfeste Spezialtank montiert war. Außerdem wurden zwei Feuerlöscher, für alle Fälle, montiert.

Teamchef Frank sagte, dass es somit bei der letzten Messung auf dem Prüfstand 290 PS waren. Dies sind 265 mehr als in Serie. Es ist nahezu unfassbar, was aus diesem Auto heraus geholt wurde.

Bremsbeschläge

Bremsen, Quelle: _bianconero_flickr

Bremsbeläge, die oft ein relativ unbeachtetes Dasein fristen, tragen erheblich zu einer guten oder auch schlechten Bremswirkung bei. Ist das Verschleißteil zu alt, verlängert sich der Bremsweg dramatisch, wird der richtige Bremsbelag gewählt, kann sich die Brems Performance um einiges verbessern.

Hat sich die Verschleißanzeige gemeldet und die Bremsbeläge wurden frisch ausgetauscht, so sollten diese mit Vorsicht behandelt werden, Vollbremsungen bei hoher Geschwindigkeit gilt es möglichst zu vermeiden. Das ist natürlich nicht immer möglich, und so kann es passieren, dass eigentlich neue Bremsbeläge gleich wieder ihre Wirkung verlieren. Bei einer starken Bremsung steigt die Temperatur der Bremsscheibe auf ungefähr 750 Grad an, herkömmliche Bremsbeläge geraten aber schon bei einer Temperatur von 400 Grad Celsius in Schwierigkeiten. Die Beläge fangen an zu schmelzen, dadurch nimmt der Reibwert dramatisch ab, was den Bremsweg deutlich verlängert.

Etwas resistenter gegen die hohen Temperaturen zeigen sich die Sportbeläge, die auch für den Strassenverkehr zugelassen sind. Sie schmelzen weniger schnell und können so Vollbremsungen besser Stand halten. Sportbeläge müssen aber vorsichtig eingefahren werden. Anfangs zeigen sie kaum Bremswirkung, weshalb sie auf einer gesicherten Strecke eingefahren werden sollten.

Bremsbeläge gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Organische Beläge bestehen zum Beispiel aus bis zu vierzig verschiedenen Stoffen, darunter Eisen, Keramik oder Graphit. Mit Hilfe eines organischen Klebers werden sie zusammen gehalten. Sogenannte Sinterbeläge, die aber sogar auf einer Rennstrecke selten zu finden sind, bestehen aus mindestens fünfzig Prozent Metall, Kupfer, Nickeln und Zinn. Durch den hohen Metallanteil wird eine sehr gute Bremsleistung erreicht und der Verschleiß ist gering, der Nachteil ist ein sehr hoher Scheibenverschleiß.