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Jaguar: Tuning-Klassiker von Arden
Jaguar XJ, Foto: exxodus_flickr
Das erste voll umgebaute Fahrzeug von Arden wurde 1982 präsentiert: Dabei handelt es sich um einen modifizierten Jaguar XJ V12, der normalerweise wohl eher in eine teure Wohngegend gehört. Der Klassiker von Jaguar wurde nicht nur optisch, sondern auch leistungstechnisch aufgewertet. Er erhielt neue Räder, Federn und Dämpfer. Durch eine Hochleistungs-Auspuffanlage steigerte Jochen Arden die Leistung des Jaguars um rund 16 PS. Die optischen Veränderungen umfassten eine neue Front und Seiten-Schweller.
Ab Mitte der 80iger Jahre bot Arden verschiedene V12 Motoren für den Jaguar XJ an. Höchstleistungen erzielte dabei ein 6,3-Liter-Benziner mit beeindruckenden 455 PS. Ein neues 5-Gang-Schaltgetriebe beziehungsweise eine 4-Gang-ZF-Automatik ersetzten die veraltete GM-3-Gang-Automatik von Jaguar.
Auch das Innenleben des Jaguars wurde aufgewertet: Ardens Kunden konnten wählen zwischen Recro C oder CSE-Sitzen, exklusiven Holz-Ausstattungen, einem Dach aus Leder oder Picknick-Tischen. Sogar ein Kühlschrank konnte auf Kundenwunsch in den Jaguar eingebaut werden.
So manchen dürfte die Arden Automobilbau GmbH auch ein Begriff wegen ihrer Beteiligung am Motor-Sport sein: Seit 1993 ist das Tochter-Unternehmen der Krefelder namens “Arden Racing” an GT Europameisterschaften beteiligt. Dabei konnte der Rennstall auch einige Erfolge verbuchen: Die Fahrer E. Piro und J. Arden entschieden die Meisterschaft 1993 für sich, auch im folgenden Jahr wurden erste Plätze in Hockenheim, Zandvoort und Mugello geholt.
Der Audi A5 mit 1000 PS

Audi A5, Quelle: Michael248_flickr
Die Tuning-Experten von Eklund Racing haben sich dieses Mal den Audi A5 vorgenommen. Dank neuer Technik bringt es das Coupé nun auf unfassbare 1000 PS. Gerade die Modelle von Audi werden häufig für ihre Uniformität kritisiert. Sie sind beliebt, entsprechen aber lediglich dem Massengeschmack – nur Standard keine Extraklasse nörgeln die Kritiker der Marke. Aber selbst bei Liebhabern des Konzerns werden die standard-getunten Varianten des Audi A3 und des TT verschmäht. Sie seien nur billig aufgemotzt – wobei mehr auf ein protziges Äußeres, als auf Leistung Wert gelegt wird. Doch bei diesem A5 dürften nun wirklich alle Kritiker verstummen. Auf den ersten Blick sieht man dem Wagen seine Leistungsstärke nicht an. Dabei wurde dem Coupé ein spezieller Unterbau verpasst mit neuem Rahmen, Aufhängung und Rädern. Zweckmäßig wurde dabei alles dem einzigen Ziel untergeordnet: Schnelligkeit. Zudem wurden im Cockpit und Teile der Karosserie einzelne Elemente durch leichteres Material nachgebaut um Gewicht zu sparen. Der Dachausbau ist auch eine Klasse für sich. Elegant geformt passend zur Dynamik des Autos. Dennoch maskiert sich der Audi gekonnt. Das Innenleben bleibt von außen unsichtbar. Beim Motor handelt es sich um den 2,5 Liter Antrieb aus dem Audi RS3. Dort sind 340 PS die Spitze der Maschine. Für Extrapower sorgen hier bei der aufgemotzten Variante eine Lachgaseinspritzung von Holley. Dafür musste allerdings der komplette Innenraum weichen. Statt dem komfortablen Interieur und Luxusausstattung ist hier alles auf ein Minimum reduziert. Die Aufgabe war klar: möglichst schnell soll der Wagen sein. Für Komfort und Bequemlichkeit bleibt dabei nicht viel Platz. Letztlich darf die Maschine so nicht mehr in den Straßenverkehr, aber für Freunde der Marke sollte dieses getunte Modell dennoch ein absolutes Highlight darstellen und endlich auch die Kritiker überzeugen.
Auch Leichtbau zählt zum Tuning

SLS AMG, Quelle: Automotive Rhythms_flickr
Ein hohes Fahrzeuggewicht wirkt negativ auf den Spritverbrauch und die Leistungswerte aus, dem ist man sich gewiss. Dennoch werden Fahrzeuge durch zahlreiche Sicherheits- und Komfortzusätze immer gewichtiger.
So kann ein Mittelklassekombi schonmal „leicht“ auf ein Leergewicht von 1900 Kilogramm kommen und auch ein großes Kabrio wie der 6er BMW oder der Audi A5 bringen fast ihre zwei Tonnen mit sich.
Grund dafür sind die hohen Anforderungen an Sicherheit und die vielen Assistenzsysteme und andere elektronische Details. Die lassen das Gewicht enorm ansteigen und so auch den Kraftstoffverbrauch. Dafür kann der Wagen dann weniger gut beschleunigt und gehandhabt werden. Nach einer alten Weisheit von Colin Chapman heißt es schließlich, dass die Leistung zu erhöhen zwar ein Auto schneller auf der Geraden macht, die Gewichtsreduzierung bewirke dies aber überall. Das nehmen sich nun auch Automobilhersteller von Serienfahrzeugen zu Herzen, so werden Fahrwerkskomponenten und Karosserien aus Aluminium gebaut, wie beim BMW 5er oder Audi. Auch der SLS AMG von Mercedes besteht ganz ohne Übergewicht, indem er mit Aluminiumregulierungen ausgestattet wurde. Aluminium ist deshalb so gut geeignet, weil es bei gleicher Festigkeit etwa ein Drittel leichter ist als Stahl. Carbon wiederum ist nur halb so schwer wie Aluminium und findet sich auch im Forderwagen des SLS AMG. Trotz aufwendiger Verarbeitung wird Carbon vor allem im Motorsport schon seit Jahren eingesetzt.
Anbauteile sowie Verkleidungen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff kommen auch beim Tuning immer öfter zum Einsatz. Elektrisch verstellbare Sportsitze können schon einmal auf 25 Kilogramm pro Stück kommen. Da kann so einiges eingespart werden, indem man einfach auf eine belederte Carbon-Sportschale zurückgreift, die nur ca. 10 Kilogramm Gewicht mit sich bringt.
Polycarbonat-Scheiben sind ein weiterer Werkstoff, der ein gewichtiges Automobil schnell zu einem Leichtgewicht werden lassen kann. Das kann die gewöhnliche Autoverglasung ersetzten und spart zudem 40 %. 5-10 Kilogramm pro Fahrzeug lassen sich auch durch Makrolonscheiben einsparen.
Will man beim Gewicht Sparen auch nicht gleich mit einem Carbondach oder Radmuttern aus Titan wie bei Lamborghini anfangen, so ist der Leichtbau mit seinen Materialien keine günstige Angelegenheit. Doch selbst eine ungenutzte Rückbank, hat man zum Beispiel einen Überrollkäfig installiert, oder Dämmmatten, stellen schon Gewicht dar, dass eingespart werden kann. Das erhöht die Dynamik des Fahrzeugs und kann schon ganz ohne Kosten entfernt werden.